Dienstag, 16. Dezember 2008

Mein realer Briefkasten

Um es vorwegzunehmen: Anfang diesen Jahres wurde das Haus, in dem ich wohne, mit neuen, schöneren und vor allem größeren Briefkästen ausgestattet. Vor allem Letzteres ist es, was mich zunehmend stört. Seit der Neuausstattung habe ich den Eindruck, der Anteil an Werbezetteln, Wochenzeitungen, Einladungen zu irgendwelchen Neueröffnungen nicht nur in der Gegend, sondern auch gleich mal am anderen Ende von Berlin, kostenlosen Exemplaren der bekannten Berliner Tageszeitungen usw. nimmt unaufhörlich zu.

Kaum, dass sich noch einmal eine Sendung in meinen Briefkasten verirrt, die wirklich an mich - und nur an mich - gerichtet ist. In diesem Fall sind es entweder Rechnungen oder nette Angebote von Banken oder Versicherungen. Woher die meine Adresse haben, ist mir in vielen Fällen völlig schleierhaft, aber bei uns im Hinterhof stehen zwei große Papiertonnen, wohinein ich diese ganze Werbeflut versenken kann...

Und - natürlich, wir haben Adventszeit - und da hofft man auf die Spendierfreudigkeit der Adressaten, Briefe mit Bitten um Spenden. Egal, ob es jetzt um die Dritte Welt oder den Naturschutz geht, alle diese Sendungen finden ihren Weg in meinen Briefkasten.

Ich habe trotzdem etwas Erfreuliches zu vermelden: Eine handgeschriebene Postkarte habe ich in diesem Jahr doch bekommen. Die Absenderin hatte in ihrem Urlaubsort kein Internet-Café gefunden.

In meinem Mail-Postfach kommt dafür um so mehr an.
Ich glaube, ich schreibe mal wieder einen "richtigen" Brief...


Knut würde solch eine Situation wahrscheinlich aussitzen. Aber er hat es besser: Das Problem hat er mangels Briefkasten überhaupt nicht. Vielleicht würde er die ganze Werbepost aber auch genüsslich zerfetzen... 

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