Wie man hier unschwer erkennen kann, hat Eisbär Knut nicht mehr nur ausschließlich Eis und Schnee unter seinen Tatzen - nein, er hat bereits eine Stelle gefunden, an der er sich ansprechend "schminken" konnte. Also war heute kein ganz so sauberer junger Eisbär zu bewundern. Aber für Knut, der sich ja ausgesprochen gern mal farblich passend zu seiner Umgebung umgestaltet, war es offensichtlich ein Bedürfnis, sich nicht mehr so sauber in seinem Wintermantel zu präsentieren, wie es in den letzten Wochen der Fall war. Der Bär hatte den Dreck wiederentdeckt, musste sich darin ausgiebig wälzen und fühlte sich auch auf diesem Untergrund sichtlich wohl.
Danach wurde noch ein alter Knochen hervorgekramt, dessen Mindesthaltbarkeitsdatum mittlerweile überschritten sein dürfte. Knut hielt sich allerdings nicht allzulange mit dem Teil auf. Zwischendurch hielt er sich im unteren Bereich seines Geheges auf, um Eisbrecher zu spielen, rutschte ein paar Mal im Pool aus und posierte für seine Besucher. Ihm geht es gut, auch wenn zur Zeit kein Schnee liegt, sondern nur noch ein paar Reste anzutreffen sind. Aber das kann sich ja noch ändern, der Winter ist noch nicht vorbei.
Ich für meine Person habe heute eine ganz interessante Beobachtung gemacht. Es waren insgesamt sechs Stationen, die ich mit U- und S-Bahn zurücklegen musste. Während dieser "Reise" sind mir begegnet: ein Akkordeonspieler, zwei Verkäufer von Obdachlosenzeitungen und eine Gedichte-Interpretin. Was die alle wollten, ist klar, ein kleine Spende und/oder, dass man ihnen etwas abkauft. Kaum hatte der eine den Wagen verlassen, stieg der nächste zu. Es wurde wirklich nicht langweilig. Da stelle ich mir die Frage: Wie schaffen es meine Mitfahrer, bei dieser Geräuschkulisse zu lesen? Oder "lesen" die gerade deswegen?


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