Donnerstag, 19. März 2009

Von A nach B in Berlin

Da gibt es ja verschiedene Möglichkeiten. Wer nicht gerade mit dem Auto, per Fahrrad oder per pedes unterwegs ist, nutzt, so wie ich, die öffentlichen Verkehrsmittel. Am liebsten fahre ich S-Bahn. Da gibt es wenigstens was zu sehen. Außer meinen Mitinsassen, meine ich. Leider muss ich aber öfter die U-Bahn benutzen. Und da die größtenteils unter der Erde unterwegs ist, bleibt einem keine andere Wahl, als seine Mitpassagiere zu beobachten. Grob unterteilen kann man die in Berliner und Touristen. Touristen sind vor allem an aufgefalteten Stadtplänen, Fahrplänen und Fotoapparaten zu erkennen. Gern auch mal an Einkaufstüten eines großen Kaufhauses. Die Einheimischen fallen meist durch mitgeführte Lektüre auf. Entweder ist es die aktuelle Tageszeitung, an der aufgeschlagen auch noch die Nachbarn links und rechts partizipieren können. Oder es sind Bücher, wobei bevorzugt Schinken mit 800 Seiten und mehr mitgeführt und konsumiert werden. Morgens wird auch sehr gern in der Bahn noch ein Rest Schlaf nachgeholt. Im großen und ganzen trifft man auf eine bunte Mischung von Menschen verschiedenster Coleur. Heute lief mir eine Gruppe englischsprachiger junger Leute über den Weg, die in bunte Kostüme gewandet und lustig geschminkt in Richtung Zoologischer Garten unterwegs waren. Ob die noch nicht gepeilt hatten, dass Karneval (oder Fasching) für dieses Jahr schon Geschichte ist oder aus was weiß ich welchem Grund die Leutchen in diesem Aufzug unterwegs waren, ließ sich nicht erschließen.

Ansonsten habe ich für mich persönlich den Frühling ausgerufen, egal, was das derzeitige Wetter davon hält. Das morgige Datum gibt mir immerhin recht. Aber es war heute schon recht schön, zwar kalt, aber die Sonne schien, der Himmel war blau, nur der Wind störte.


Das Jahr 2008 soll dem Vernehmen nach einen Besucherrekord für Berlin erbracht haben. Knapp 8 Millionen Touristen haben im letzten Jahr die Hauptstadt heimgesucht. Der dort oben ist sicherlich partiell auch mit verantwortlich für den Besucherboom. Aber Knut interessiert das gerade nicht. Er schläft.

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