Das passte ja. Heute startete meine Arbeitswoche und das Wetter hatte
sich über Nacht verschlechtert. Kein Vergleich zum gestrigen
sommerlichen Wetter. Dieser heutige Tag präsentierte sich trüb und grau,
die Temperatur hatte sich gleich um 10°C nach unten verdrückt.
Schafskälte nennt sich dieser Kälteeinbruch in Mitteleuropa, der
eigentlich eher für Mitte Juni vorgesehen ist. Aber gut, ich musste ja
ohnehin arbeiten, da konnte mir das Wetter eigentlich egal sein.
Jobmäßig lief es heute relativ entspannt und die Zeit verging auch
irgendwie.
Von diesem netten Eisbären gibt es zu vermelden, dass er gestern, ganz
Raubtier, ein "Grünfüßiges Teichhuhn", das in seinem Wassergraben
zugegen war, erlegt und verspeist hatte. Echt eisbärig eben. Das
Federvieh war eben zur falschen Zeit am falschen Ort, oder zur richtigen
Zeit am richtigen Ort (aus Knuts Sicht). Heute vormittag soll der
kleine Räuber nach der gestrigen Heldentat fast ausschließlich
geschlafen haben. Mittags setzte er sich auch nur kurz auf und
marschierte herzhaft gähnend in seine Höhle.
Der Zoo war aufgrund des doch recht grenzwertigen Wetters auch nur sehr
übersichtlich besucht. Am Nachmittag schien zwar mal kurz die Sonne,
aber wie das so ist, kaum hatte ich Feierabend, begann es zu schütten.
Auf dem kürzesten Weg nach Hause, hieß es daher. Und gerade findet der
nächste Regenschauer statt. Bleibt zu hoffen, dass sich diese
Schafskälte (wieso muss man in diesem Zusammenhang eigentlich diese
netten Tiere beleidigen) nicht allzu lang andauert.

