Heute am Samstag findet er also statt, der berühmt-berüchtigte
Siebenschläfer. Wie ich heute gelernt habe, ist dieser Tag jedoch gar
nicht für das Wetter der kommenden sieben Wochen verantwortlich. Da vor
einigen hundert Jahren eine Kalenderumstellung stattgefunden hat, ist
seitdem die erste Juliwoche maßgebend. Ist schon interessant, wie
hartnäckig sich solche Thesen halten.
Knut sah heute früh noch nicht so munter aus, wie oben abgebildet. Der Bär schaute morgens nur kurz hoch, überzeugte sich, dass seine Besucher anwesend waren - und schlief erst einmal zwei Stunden. In der Zwischenzeit konnte man einen Fuchs beobachten, der es überhaupt nicht abwegig fand, mitten durch die Zoobesucher zu flitzen. Scheu war der ganz und gar nicht. Auch Eichhörnchen waren wieder unterwegs und das Mini-Murmeltier war heute auch zu sehen. Gegen elf Uhr wurde Knut wach und räkelte sich erst einmal ausgiebig, indem er seine vier Tatzen in alle Himmelsrichtungen reckte. Dann marschierte er erst einmal in seine Höhle und spielte danach kurz mit seinen Besuchern, indem er diesmal keinen Ball, sondern einen Zweig über die Glasscheibe transportierte. Kurze Zeit später kam dann doch noch der Ball zum Einsatz. Zwischendurch tobte Knut immer mal wieder in seinem Wassergraben, um seinen Ball, sein Spiegelbrett und den Baumstamm gleichzeitig zu bespielen.
Ich habe mich gegen Mittag dann auf den Heimweg gemacht. Ein Durchkommen auf der Straße war heute wieder nur unter Schwierigkeiten und unter Zuhilfenahme von Umwegen möglich. Es ist Wochenende und na klar, die halbe Innenstadt ist gesperrt. Diesmal ist der Umzug aus Anlass des Christopher Street Day "schuld". Zur Zeit gibt es jedes Wochenende einen Grund, die Berliner City lahmzulegen. Kein Wunder, dass motorisierte Mitmenschen zunehmend genervt sind.
Egal, es ist Samstagnachmittag und mittlerweile strahlt die Sonne zum Himmel. Wäre eigentlich gar nicht schade, wenn die Geschichte mit dem Siebenschläfer doch kein "Gerücht" wäre...


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