Donnerstag, 5. Februar 2009

Ein Eisbär im Sonnenschein

Heute war richtig schönes Wetter in Berlin. "Wohlige" 5 Grad Celsius und strahlender Sonnenschein. Wird wohl zwar nur von kurzer Dauer sein, aber man nimmt es halt mit, bevor einen der Sonntag wieder mit Schneeregen überrascht.


Knut gab heute das Sonnenscheinbärchen und widmete sich seinem Wassergraben. So richtig konnte er sich zwar anfangs nicht entschließen, in die kalte Brühe zu springen, aber plötzlich war er dann doch drin. Da wurde getaucht und getobt, nach Spielzeugen gefahndet und auch alles mögliche gefunden.


Er hatte jedenfalls sichtlich Spaß und als dann ein geeigneter Ball zum Vorschein kam, nutzte der Bär die Gelegenheit, mit seinen Besuchern Ball zu spielen. Natürlich waren wieder einige Zuschauer an seinem Gehege, die das zum ersten Mal erlebten und gar nicht so recht glauben wollten, was sie da sahen.
Ansonsten nimmt heute die Berlinale ihren Anfang. Mit Promis, Paparazzi, Rotem Teppich, natürlich Filmen und allen anderen Begleitumständen, die so ein Event mit sich bringt. Im letzten Jahr ist diese Begebenheit nahezu komplett an mir vorbeigegangen, aufgefallen sind mir nur die diversen People, die mit Berlinale-Taschen behängt unterwegs waren... 

Mittwoch, 4. Februar 2009

Bergfest der ersten Februarwoche

Mittwoch, der 4. Februar - und schon ist die Hälfte der ersten Februarwoche geschafft. Mir ist heute nichts Großartiges widerfahren. In meinem Briefkasten fanden sich nur ein paar olle Kataloge von Anbietern, mit denen ich bis dato so gar nichts zu tun hatte. Ich denke, dass wird sich auch zukünftig nicht ändern. In den Nachbarwohnungen ist heimwerkertechnisch wieder Ruhe eingekehrt. Langsam und stetig pendeln sich die Außentemperaturen oberhalb der Frostgrenze ein. Es bleibt abzuwarten, ob das so bleibt.


Eisbärbengel Knut hatte sich heute wieder perfekt geschminkt und wusste zeitweise nicht so wirklich viel mit sich anzufangen. Er lief und lief und lief. Bis...


... aus dem Nachbargehege ein großer Rinderknochen geflogen kam (geworfen von einem seiner Pfleger). Da war es schlagartig vorbei mit der Wanderung. Als erstes wurde der Knochen - ja, es war auch Fleisch dran - ausgiebig bearbeitet. Und dann wusste der Bär sich auf einmal zu beschäftigen. Der Knochen, verschiedene Äste und andere Utensilien wurden im Gehege umhergeschleppt, "bearbeitet" und den Besuchern gezeigt. War nett anzuschauen. Manchmal braucht eben ein junger Eisbär einen kleinen "Anstoß" von außen.

Ach so, da gab es ja heute noch einen Artikel in einer Berliner Tageszeitung. Demnach soll Knut in den Berliner Tierpark umziehen, um dort mit der 28 Jahre alten Eisbärin Aika zusammengebracht zu werden. Der derzeit mit dieser doch schon etwas betagten Bärin zusammenlebende Eisbär soll an einen anderen Tiergarten oder Zoo abgegeben werden... Ich gebe das jetzt einfach mal völlig kommentarlos weiter...

Dienstag, 3. Februar 2009

Meldung des Tages: Nichts Besonderes

Nein, etwas Weltbewegendes brachte dieser Tag nicht für mich. Er war eher eine Fortsetzung des gestrigen. Die Erkältung hält mich nach wie vor fest in ihren Armen - aber so eine unschöne Begleiterscheinung des Lebens verabschiedet sich nun mal nicht über Nacht. Die Heimwerkerambitionen meiner Nachbarn gingen heute morgen in aller Frühe in die nächste Runde. Die Wand meines einen Nebenbewohners kam, zumindest dem Geräusch nach zu urteilen, heute nachmittag tatsächlich zu Fall. Mit Bestimmtheit kann ich das allerdings nicht sagen.



Knut erwartete vom heutigen Dienstag wohl auch nichts Großartiges. Er schlief erst einmal gemütlich aus. Danach präsentierte er seinen Besuchern ein ganz einzigartiges Makeup. Ein Ohr weiß, das andere schwarz.  Er ist eben immer für eine Überraschung gut. Und er weiß, was ihm steht. Aber einen hübschen Eisbären kann sowieso nichts entstellen.


Außerdem hatte er sich auch ganzkörpermäßig wieder perfekt eingedreckt. Jetzt, wo der Schnee in seinem Gehege fast verschwunden ist, kann er sich ja wieder nach Herzenslust "einsauen". Die verbliebenen Eisklumpen in seinem Pool sind jedoch nach wie vor von allergrößtem Interesse für ihn. Auch Eisbären essen gerne Eis. Nur dass wir Menschen für diese Leckerei dann doch lieber wärmere Temperaturen vorziehen... 

Montag, 2. Februar 2009

Der 2. 2. 2009 in Berlin

Na gut, so wirklich aufregend war es heute eigentlich nicht. Der Schnee war auf den Straßen über Nacht weggetaut und temperaturtechnisch bewegte man sich heute knapp über der Taugrenze. Ein paar Grad mehr würden mir persönlich wahrscheinlich ganz gut tun, da sich eine ziemlich hartnäckige Erkältung bei mir seit gut zwei Wochen ganz wohl fühlt. Eine durchaus einseitige Angelegenheit.


Knut hatte heute natürlich noch genug Schnee und Eis in seinem Gehege und findet das ganz in Ordnung so. Selbstverständlich will er sich von dem weißen Zeug keineswegs verabschieden. Feine Sache, findet er, und hätte das gern dauerhaft. Verständlich aus der Sicht eines Eisbären.


Ansonsten weiß sich der Bär so mit ziemlich allem, was er in seiner Anlage vorfindet, ausgiebig zu beschäftigen. Ob es nun Spielzeug, alte Stoffreste von ehemaligen Jutesäcken oder eben mal ein Ast ist - alles wird bespielt. Und ein Schläfchen zwischendurch ist auch nicht zu verachten.

Der Lotto-Jackpot wurde übrigens tatsächlich geknackt. Der Gewinn wurde brüderlich zwischen Nord und Süd, soll heißen zwischen Bayern und Schleswig-Holstein, geteilt. Dann bleibt in den nächsten Wochen wenigstens der Ansturm auf die Lottoläden aus, die ja in normalen Zeiten eigentlich vorrangig Zeitungen verkaufen. Ich kann also in den kommenden Tagen wieder zum Zeitungsdealer meines Vertrauens wandern und muss nicht eine Wartezeit von einer halben Stunde in Kauf nehmen, um eine Tageszeitung zu erwerben.

Ja, und meine mir lieben und werten Nachbarn scheinen heute alle unter die Heimwerker gegangen zu sein, was mit einer beträchtlichen Geräuschkulisse verbunden war. Mal hämmerte es links, mal waren von rechts Bohrgeräusche zu vernehmen, als sollte gleich die ganze Wand daran glauben. Aber diese Aktivitäten scheinen zumindest für heute beendet zu sein. Ich freue mich auf einen hoffentlich ruhigen Abend. 

Sonntag, 1. Februar 2009

Februar 2009 und Berlin im Schnee

So, der Januar ist für dieses Jahr erledigt und wir befinden uns im zweiten Monat des Jahres. Heute Vormittag fing es doch tatsächlich wieder an zu schneien - und das sogar ziemlich ausdauernd. Und Berlin sieht wieder richtig nett aus. In vier Wochen ist übrigens der meteorologische Frühlingsanfang - man mag es kaum glauben.


Knut fand das natürlich wieder absolut spitzenmäßig und verspeiste jede Menge Eisbonbons in seinem Pool. Der jeweilige Monat interessiert ihn nicht die Bohne, weshalb auch? Er fühlt sich sauwohl und das ist es, was für ihn zählt.


Er posierte lieber ein wenig und räkelte sich in seinem Gehege. Der Schneefall scheint für Knut mittlerweile so eine Art Normalität geworden zu sein, den verschlief er nämlich lieber. Aber er wird den Neuschnee sicherlich noch ordentlich "auskosten". Einige weitere Fotos vom heutigen Besuch bei Knut können sich hier angesehen werden.

Der Lotto-Jackpot soll übrigens mit einer Wahrscheinlichkeit von 75% geknackt worden sein. Begründung: Die gezogenen Zahlen, die höchste war die 31, eignen sich alle hervorragend zum Tippen von Geburtsdaten. Und die Lottospieler wählen auf den Tippscheinen wohl tendenziell die Geburtsdaten der lieben und teuren Freunde und Verwandten. Nun ja, morgen wissen wir mehr. 

Samstag, 31. Januar 2009

31. Januar 2009 - und schon ist das erste Zwölftel rum

Ja gut, so ganz ist der Januar noch nicht Geschichte. Heute abend wird erst noch ein weiterer Versuch gestartet, den Lotto-Jackpot zu knacken. Der Grund, warum es in den Zeitungsläden heute nicht ohne längere Wartezeit möglich war, eine Zeitung zu bekommen. Menschen, die sonst nie Lotto spielen, mussten heute auf Teufel komm raus noch einen Tippschein erwerben. Wer wirklich nur eine Zeitung wollte, musste sich entweder gedulden oder den nächsten Supermarkt frequentieren, wo es wirklich "nur" Zeitungen gibt und nicht noch Tippscheine angeboten werden.

Knut, nach wie vor unangefochten der Berliner Lieblingsteddy, findet das völlig uncool. Viel cooler ist es für ihn, mal wieder ein Bad in seinem Wassergraben zu nehmen und von dort aus die Besucher anzuflirten.


Außerdem fand er es mal wieder spannend, mit seinen Besuchern Ball zu spielen. Mal landete die Kugel (die keine mehr ist) auf der Brüstung des Geheges, einmal direkt im Arm einer Besucherin - und manchmal auch im Wassergraben. Den Ball dort wieder herauszuholen, hatte Knut allerdings so gar keine Meinung und er wandte sich anderen Beschäftigungen zu. Dafür ist es ihm heute gelungen, einen zurückgeworfenen Ball mit der Schnauze wieder aufzufangen. Das dürfte eine Premiere gewesen sein.

Der Februar beschert uns als erstes einen überarbeiteten Bußgeldkatalog aus Flensburg. Dann werden einige Sünden im Straßenverkehr, beispielsweise das Überfahren von roten Ampeln, deutlich teurer. Vielleicht hilft es ja. 

Freitag, 30. Januar 2009

Ein völlig unaufgeregter Freitag

 Ja, so würde ich diesen Freitag am ehesten beschreiben wollen. Als unaufgeregt. Nicht langweilig oder monoton, sondern einfach - unaufgeregt. Ich meine, es muss jetzt nicht jeden Tag irgendwo ein Gebäude einstürzen, ein Verkehrschaos stattfinden oder sich irgendeine private Katastrophe ereignen (die Aufzählung kann beliebig fortgesetzt werden). Es gibt halt solche Tage, die irgendwie an einem vorüberziehen, zwar ereignislos, aber eben nicht öde. Und das kann auf alle Wochentage zutreffen. Es muss nicht zwingend der Freitag sein.

Jedenfalls, heute war so ein Tag.


Selbst Knut sah das heute so. Irgendwie kam der Bär nicht so richtig in die Spur. Er schlief und räkelte sich die meiste Zeit. Aber selbst das weiß er sehr fotogen umzusetzen.

Mein Tag sah nicht ganz so gemütlich aus. Ich habe mich mit ungeliebten Tätigkeiten im Haushalt beschäftigt, aber das Thema möchte ich jetzt hier eigentlich nicht vertiefen. Die Zeitungen gaben auch nicht allzuviel her. In einem großen Elektronikmarkt hier in dieser großen Stadt habe ich mich auf der Suche nach einem ganz profanen USB-Stick erst einmal verlaufen, bin aber schlussendlich doch noch fündig geworden. Das Wetter war ungemütlich und soll sich diesbezüglich in den kommenden Tagen noch steigern (ich höre gerade, Schneegriesel und Schneeschauer werden auch wieder an der Tagesordnung sein).


Knut wird sich darüber sicherlich freuen, obwohl er an seiner neuen oder alten Pelzfarbe gerade wieder so richtig Gefallen findet. Dafür nimmt man doch gern noch ein paar kalte Tage, vor allem mit Schnee, in Kauf. Und vielleicht bleibt er sogar eine Zeitlang liegen. Dem Knut wünsche ich es. Ich persönlich hätte es allerdings lieber ein paar Grad wärmer. Und Knut wird auch in den kommenden Wochen und Monaten ausreichend Gelegenheit finden, sich so richtig einzudrecken.